Heidelberger Druck: Frisches Kapital!
Der Druckmaschinenhersteller will eine Verdreifachung seines Grundkapitals vornehmen. Mit den knapp 400 Millionen Euro frischen Kapitals sollen nach Abzug der Kosten Schulden getilgt und das Eigenkapital gestärkt werden. Der Heidelberger Traditionskonzern stellt Maschinen für den Druck von Katalogen, Verpackungen, Büchern und Geschäftspost her und rutschte im Zuge der Wirtschaftskrise tief in die roten Zahlen. Im Frühjahr vergangenen Jahres bewahrten nur Staatsbeihilfen den Konzern vor dem Aus. Für die angeschwollene Verschuldung müssen die Heidelberger seitdem hohe Zinskosten bezahlen. Der Bezugspreis für die neuen Aktien, die den bisherigen Anteilseignern im Verhältnis eins zu zwei angeboten werden, wurde auf 2,70 Euro festgelegt. Die Bezugsfrist läuft vom 14. bis zum 27. September 2010. Die Meinungen zu dieser Kapitalerhöhung sind gespalten. Ein hohes Volumen auf der einen Seite und der sehr niedrige Bezugspreis auf der anderen Seite treffen die unterschiedlichen Auffassungen. Negativ wird auch ein zusätzliches Aktienangebot aus dem RWE-Bestand bewertet. Der Versorger hat bereits Aktien aus seinem Anteilsbesitz über die Börse veräußert und will vor Beginn der Bezugsfrist außerbörslich weitere Papiere veräußern. Die Transaktion soll es ermöglichen, ohne weiteren Mitteleinsatz ihre Bezugsrechte für den Erwerb der danach auf sie entfallenden neuen Aktien auszuüben. Ein Einstieg bietet sich hier aktuell nicht an.
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